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Ruth Siegenthaler
Ruth Siegenthaler beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit psychologischer Astrologie. Ruth Siegenthaler publiziert regelmässig in astrologischen Fachzeitschriften sowie in Publikumszeitschriften zu astrologischen Themen. Seit 1996 monatliche Herausgabe von «Zeitqualität aus astrologischer Sicht», eine Übersicht über die astrologischen Themen der entsprechenden Periode. Sie leitet Astrologiekurse für Laien und Fortgeschrittene in Richterswil und an diversen Veranstaltungsorten.
Zurück zur Einfachheit
Die Jungfrau ist ein bescheidenes Zeichen – allerdings wird Bescheidenheit häufig falsch verstanden. Das vielsagendste Symbol der Einfachheit ist der Diamant, und das bedeutet: Wenn wir die Einfachheit leben, sind wir so klar und widerstandsfähig wie ein Diamant. Und genau diese Eigenschaften sind es, die uns in diesen turbulenten Zeiten helfen, uns zu überlegen, welche Dinge unser Körper und die verschiedenen ineinandergreifenden Organismen auf der Erde verdauen können und welche unsere körperliche, seelische und geistige Gesundheit sowie unsere Existenzgrundlage aufs Spiel setzen.
Der Kosmos unterstützt unsere Bedürfnisse, nicht aber unsere Gier. Am 30. August beginnt ein Prozess, der uns bis zum 25. Dezember 2011 dazu auffordert, über Sinn und Unsinn von Wertesystemen nachzudenken. Es ist anzunehmen, dass in diesem Zeitraum die Geldpolitik, die Finanzinstitute, Grund und Boden, aber auch die Nahrung, die Lebensmittelproduktion und unsere gemeinsamen Ressourcen zur Sprache kommen. Diese Phase ist schlecht für Spekulanten und Egoisten, weil erhofftes Wachstum stagnieren kann und ersehnte Gewinne ausbleiben können. Sie ist jedoch ein Gewinn für Menschen, die bereit sind, die Dinge in ihrem Leben zu korrigieren, die einen echten Fortschritt behindern.
Die Welt befindet sich im Wandel. Auch in der Berichtsperiode können sich vertraute Realitäten verändern. Wenn es einen persönlich betrifft, reagiert man leicht geschockt und vergisst dabei, dass Veränderungen nicht aus heiterem Himmel kommen, sondern sich oft lange Zeit im Voraus unter der Oberfläche des sichtbaren Geschehens vorbereiten. Veränderungen bedeuten Evolution und beinhalten die Herausforderung, sich neuen Denkweisen zu öffnen. Dies ist dann problematisch, wenn man sein ganzes Leben bisher damit verbracht hat, sich übermässig anzupassen oder sich gegen alles und jedes abzusichern. Und dabei wäre es so einfach, überflüssigen mentalen, seelischen und materiellen Ballast, der eine klare Sicht auf die Dinge trübt, abzuwerfen und der inneren Weisheit zu vertrauen, die uns führt.
Die Einflüsse der einzelnen Wochen tangieren Sie nur, wenn Konstellationen in Ihrem persönlichen Horoskop aktiviert werden. Sonst sind Sie lediglich in der einen oder anderen Form Zuschauer.
23. bis 28. August 2011 – Verletzlichkeit kontra harte Handlungsweisen
Die Sonne wechselt am Dienstag um 13.22 Uhr in die Jungfrau. Merkur ist noch bis Freitag rückläufig – kommunizieren und handeln sie achtsam, um unangenehme Ereignisse und Missverständnisse zu vermeiden. Es ist weiser, keine wichtigen Verpflichtungen oder finanzielle Risiken einzugehen! Im Zusammenspiel mit anderen Einflüssen sind dies im Positiven ausgesprochen kreative Tage. Im Negativen besteht die Tendenz, sich beeinflussen zu lassen oder – umgekehrt – andere subtil zu manipulieren. Die grosse Herausforderung besteht bis Mittwoch darin, seinen Idealen und persönlichen Herzenswünschen Sorge zu tragen, zugleich aber auch offen für die Bedürfnisse anderer zu sein.
Von Dienstag bis Freitag gestalten sich in einer ersten Phase Beziehungen und der Umgang mit Wertangelegenheiten sehr empfindsam. Es ist zum einen möglich, dass alte Wunden aufbrechen; zum anderen besteht zugleich die Chance einer Heilung durch Bewusstwerdung. Es kann auch eine Öffnung stattfinden, die einen dazu befähigt, sich selbst und anderen Menschen mehr Mitgefühl entgegenzubringen. Dennoch besteht die Gefahr, sich erneut in schmerzvollen Geschehnissen zu verstricken. Um dies zu vermeiden, ist es weiser, sich nicht auf jede beliebige Situation einzulassen und finanzielle Risiken zu meiden.
In der zweiten Phase stünden eigentlich die Chancen gut, in privaten und geschäftlichen Partnerschaften eingefahrene Muster zu verlassen oder finanzielle Angelegenheiten zu regeln, wenn sich nicht gleichzeitig von Dienstag bis Samstag die Handlungs- und Durchsetzungsweise sehr anspruchsvoll gestalten würde. Erschwerend kommt hinzu, dass alte Verletzungen, ein übertriebener Idealismus oder Egoismus sowie unterdrückte oder rücksichtslose Freiheitsbedürfnisse sachliche Auseinandersetzungen verhindern. Wie dem auch sei – es empfiehlt sich, seiner Intuition zu trauen und mutig die Wege zu beschreiten, die für einen selbst stimmen. Wer in diesen Tagen bereit ist, Angelegenheiten zu überarbeiten, und gleichzeitig konstruktiv mit Hindernissen umgeht, liegt richtig. Hindernisse sind nicht nur negativ – im Gegenteil: Hindernisse machen auf Schwachstellen aufmerksam, die korrigiert werden wollen. Sie zwingen einen häufig auch dazu, die Regeln, Verantwortlichkeiten und Aktionsspielräume den aktuellen Verhältnissen anzupassen.
Von Samstag bis Montag der darauffolgenden Woche können kraftvoll grosse Ziele angegangen werden. Doch jede Weiterentwicklung bedingt, nicht nur äussere, sondern auch innere Vorstellungen zu hinterfragen und allenfalls zu korrigieren. Überall dort, wo keiner nachgeben will oder wo die Macht des Stärkeren rücksichtslos angewendet wird, ist die Tendenz zu Konflikten erhöht. Mag sein, dass da und dort die Bereitschaft erhöht ist, den einfachen Dingen im Leben den Vorzug zu geben und sich von überflüssigem materiellem Ballast zu befreien.
Die Woche vom 29. August bis zum 4. September 2011 – Ziele überdenken
Der Neumond am Montag ermöglicht einen kraftvollen und intensiven Neubeginn. Im Widerspruch dazu kann gleichzeitig in den Tagen vor und nach dem Neumond eine Stagnation eintreten, die auf den ersten Blick als negativ empfunden wird. Doch sie ist es nicht, wenn die Zeichen der Zeit richtig verstanden werden. Auf einer tieferen Ebene geht es nämlich bis Ende Dezember 2011 darum, Pläne zu überarbeiten sowie allenfalls materielle Angelegenheiten und Wertvorstellungen den neuen Realitäten anzupassen. Im Weltgeschehen ist es beispielsweise denkbar, dass Programme zur Bewältigung des Hungers oder der Schuldenkrise thematisiert werden, die nicht nur begrüsst werden, sondern auch auf Widerstand stossen.
Von Montag bis Donnerstag weht nichtsdestotrotz ein grosszügiger Wind in Beziehungen und finanziellen Angelegenheiten. Dennoch muss man sich bewusst sein, dass diese Glückssträhne nur dann von Dauer ist, wenn keine überhöhten oder egoistischen Ansprüche gestellt werden. Wenn sich einem Widerstände entgegenstellen, ist es sinnvoll, sowohl das eigene Wertesystem als auch das Bedürfnis nach Anerkennung zu hinterfragen. Gleichzeitig ist das Handeln zwar gefühlsbetont, doch nicht besonders kraftvoll; im Widerspruch dazu gestalten sich Denken und Kommunizieren grosszügig, mit einer Tendenz zur Überheblichkeit. Das bedeutet: Einerseits ist es weiser, sich nicht zu viel zuzumuten und auf sein Bauchgefühl zu hören, das einem sagt, wo ein aktives Vorgehen angezeigt ist und wo nicht. Andererseits muss man achtgeben, dass man sich nicht gegenseitig die eigene Meinung aufdrängt und Kritik nicht zu persönlich nimmt, sonst kommt es leicht zu Streitigkeiten.
Von Freitag bis Sonntag hat grundsätzlich eine grosszügige und tolerante Haltung das Sagen. Einige Menschen mögen in diesen Tagen spüren, dass der Wille nicht mit dem übereinstimmt, was der eigenen Integrität und Lebensaufgabe entspricht. Wer diese Wahrnehmung ernst nimmt und über den Sinn des eigenen Lebens und seine Ziele reflektiert, handelt nicht nur weise, sondern verhindert damit, dass Korrekturen von aussen aufgedrängt werden. Fehlt die Bereitschaft zu dieser inneren und äusseren Zäsur, so kann dies dazu führen, das Leben und die Geschehnisse als sinnlos und ungerecht zu empfinden.
Die Woche vom 5. bis zum 11. September 2011 – Intuition und Vernunft
Von Montag bis Mittwoch stellt sich die Frage, ob finanzielle Mittel und Ressourcen nach den bisherigen oder nach neuen Wertmassstäben verwendet werden sollen. Gleichzeitig geht es auch um Beziehungen und das, was man im Leben schätzt und liebt. Mag sein, dass man erkennt, dass einen allzu viele Kontakte und oberflächliche Vergnügen nicht nähren, sondern auslaugen. Wer einem einfachen Leben den Vorzug gibt und gleichzeitig offen für Freundschaften ist, die einen wirklich bereichern und neue Horizonte eröffnen, liegt goldrichtig.
Von Mittwoch bis Dienstag der darauffolgenden Woche lässt man sich gerne von inneren und äusseren Wahrnehmungen inspirieren. Und weil man leicht dem Irrtum unterliegt, sein Gegenüber auch ohne Worte zu verstehen, führt dies bei mangelnder Aufmerksamkeit zu Missverständnissen, Intrigen oder anderen schmerzhaften Erfahrungen. Ferner braucht es die nüchterne Vernunft, um herauszufinden, ob allenfalls die so harmonisch erscheinende gleiche Wellenlänge auf einer Illusion beruht oder nicht. Da die Kreativität und das Verständnis dennoch ungemein erhöht sind, wäre es schade, das, was im Dialog entsteht, als Träumerei abzutun – im Gegenteil: Man nutze ganz einfach den Verstand und nehme sich die Zeit, Angelegenheiten sorgfältig zu überdenken, um das Machbare vom Nichtmachbaren zu unterscheiden.
Von Samstag bis Montag der darauffolgenden Woche können sich Situationen ergeben, in denen man entscheiden muss, welchen Weg man einschlagen will. Wer immer auf Achse ist, um noch mehr in Erfahrung zu bringen, setzt aufs falsche Pferd. Vielmehr geht es darum, den roten Faden zu erkennen und seine Erkenntnisse sinn- und wirkungsvoll umzusetzen. Man traue seiner Intuition, analysiere die Gegeben-heiten der Realität, mache sich an die Arbeit und schreite kühn und achtsam in die Zukunft.
Von Samstag bis Dienstag der darauffolgenden Woche geht es als logische Fortsetzung darum, über die Realisierbarkeit von Plänen und Beschlüssen zu diskutieren. Und da sich gleichzeitig die meisten Gespräche sehr intensiv gestalten, sind auch Wortgefechte nicht weit. Wer nicht alles so persönlich nimmt und die eigenen Worte auf die Goldwaage legt, handelt weise.
Die Woche vom 12. bis zum 18. September 2011 – die eigenen Ansprüche mit denen anderer in Einklang bringen
Am Montag ist Vollmond. Da sich Denken und Kommunizieren bis Dienstag tiefgründig und intensiv gestalten, können beispielsweise Lösungen gefunden werden, die den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht werden. Im schwierigen Erleben ist die Tendenz erhöht, dass um jeden Rappen gefeilscht wird und Anstrengungen boykottiert werden.
Von Dienstag bis Samstag ist es weise, finanzielle und emotionale Ansprüche auf ein vernünftiges Mass zu reduzieren und den eigenen Willen so einzubringen, dass er von anderen Menschen akzeptiert werden kann. Damit können auch Opfer verbunden sein, die jedoch nicht bis zur Selbstverleugnung gehen dürfen. Überall dort, wo die Bereitschaft fehlt, ungerechtfertigte Macht- und Statusansprüche zu reduzieren, muss damit gerechnet werden, dass Rechte und Gesetze manipuliert werden oder Gewalt angewandt wird.
Von Freitag bis Sonntag ist das Bedürfnis nach Freiheit in Beziehungen erhöht, was sowohl zu Trennungen als auch zu neuen Begegnungen führen kann. Auch der Umgang mit Finanzen gestaltet sich unberechenbar: Neue Möglichkeiten können sich sowohl eröffnen als auch unvermittelt verschliessen. Der Zeitgeist begünstigt Freiheit und Unabhängigkeit, jedoch keinen Egoismus oder Fanatismus, der im direkten Gegensatz zu den sozialen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten steht.
Wer sich zu viele Freiheiten herausnimmt oder – umgekehrt – an überhöhten materiellen und emotionalen Sicherheiten festhält, muss sich von Sonntag bis Dienstag der darauffolgenden Woche auf Auseinandersetzungen gefasst machen. Es ist denkbar, dass Überschuldungen oder unangemessener Reichtum Anlass zu Diskussionen geben.
19. bis 23. September 2011 – Freiheit, Liebe und Empfindsamkeit
Bis Dienstag weht ein leidenschaftlicher Wind in allen Beziehungen. Eifersucht, Habgier und gegenseitige Kontrollmanöver sind ebenso denkbar wie die Einsicht, dass überhöhte materielle und emotionale Besitzansprüche zu Leid führen. Wer loslässt, hat die Hände frei für Neues. Wer bereit ist, die Welt neu zu entdecken und unangemessene Sicherheiten zu opfern, die es sowieso nicht in dem Ausmass gibt, wie unser Verstand uns einredet, der liegt richtig.
Von Mittwoch bis Sonntag gestaltet sich die Handlungs- und Durchsetzungsweise selbstbewusst und zukunftsorientiert. Eigentlich sollten keine neuen Schwierig-keiten auftauchen, es sei denn, man sieht nur die zukünftigen Aspekte des Lebens und ist nicht bereit, Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen oder materielle Grenzen zu respektieren.
Die Sonne wechselt am Freitag um 11.06 Uhr in die Waage. Im Fokus stehen nicht nur unsere Beziehungen zu unseren Nächsten und zur Umwelt, sondern in einem ganz besonderen Masse auch zu uns selbst. Mehr darüber in der nächsten „Zeitqualität“.
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